Koi-Pflege und der Koi-Teich

Was kann ich Ihnen zu diesem Thema schreiben? Man kann die Kois in einem ausreichend großem Gartenteich oder in einem riesigem Naturteich halten.

Wenn Sie das nötige Geld für eine kostenintensive Koi-Haltung, ein wenig Zeit für die Pflege oder einen richtig großen Naturteich haben, ist die Haltung dieser schönen Tiere nicht be­sonders schwierig. Gelegentlich füttern müssen Sie, wenn Sie die Möglichkeit für einen Na­turteich haben. Dieser sollte mindestens 60 m² groß sein. Sollten Sie sich für einen Garten­teich entscheiden, dann sollte dieser mindestens 25 m² (oder 1500 l pro Koi)  umfassen.
Die Empfehlung lautet hier für eine optimale Haltung 1 – 3 m³ Raum für einen Fisch. Sie sollten jedoch unbedingt beachten, dass der Koi ein sehr geselliger Fisch ist, eine beachtliche Größe und ein stattliches Alter erreichen kann. Sie sollten deshalb immer in kleinen oder größeren Gruppen, aber mindestens 6 Tieren, gehalten werden. Die Tiefe der Teiche sollten mindes­tens 1,3 m erreichen, da sie dort ihre phantastische Farbenpracht, ihr ausgeprägtes Grup­penverhalten entfalten und ihre Winterruhe halten. Bei künstlichen Gewässern in Gebäuden ist eine Wassertiefe von mindestens 25 cm bis 35 cm nötig. Bei Ihrer Entscheidung der Ört­lichkeit für einen Naturteich oder Gartenteich, sollten Sie bitte unbedingt beachten, dass nicht ständig die Sonne darauf scheint, aber auch nicht ständig im Schatten ist.
Die Tiefe der Gewässer ist wichtig für die Winterruhe des Kois, wenn nämlich die Wasser­temperatur unter 10° C fällt, reduzieren Sie ihren Stoffwechsel und halten am Boden ihren „Winterschlaf“. Dabei ist es sehr wichtig, dass Sie die Tiere nicht wecken oder sogar umset­zen. Sie können den Kois auch einen „Winterurlaub“ im Quarantänebecken im Keller und in einem anderen frostfreien Raum ermöglichen. Dabei gilt aber, dass der Aufenthalt im Gar­tenteich unter einer Eisdecke von 40 cm immer noch besser ist, sofern eine Tiefe von 200 cm gewährleistet ist.

Sie können den Koi auch im „grünen“ Gartenteich, der eine Tiefe von 1,40 m hat halten, da wachsen sie auch, aber sie werden immer anfälliger für Infektionen und Krankheiten. Auch wird dort das Wachstum verlangsamt, umso mehr Sie sich vom Optimum des Wasserver­hältnisses entfernen.
Sollten Sie sich für einen künstlichen Gartenteich entscheiden, dann ist ein biologischer Was­serfilter mit einer technischen Filteranlage empfehlenswert. Gute Ergebnisse erzielen Sie je nach Größe mit diesen Filterformen. Die günstigste und geldschonenste Form ist die biologi­sche Wasserfilterung.

Eine regelmäßige Wartung und konsequente Pflege der technischen Anlage ist Voraussetzung, denn selbst ein kleiner Ausfall kann das biologische Gleichgewicht erheblich stören und enorme Schäden zur Folge haben. 
Sie sollten den Filter auch im Winter ständig im Betrieb haben, denn leichtströmendes und sauberes Wasser hält krank­heitserregende Bakterien ab, die im verfaulten Wasser entstehen. Denn wenn das Wasser nicht in Bewegung ist, „fault“ dieses. Die durch die Fäulnisprozesse entstehenden gifti­gen Gase können ins Wasser gelangen, die wiederum über die Kiemen des Kois ins Blut und dadurch kann der Koi vergiftet werden.

Das “A“ und „O“ einer gesunden Zucht von Kois ist die Wasserqualität. Das sollte unbedingt Ihr wichtigstes Anliegen sein. Eine ständige Kontrolle des Wassers ist deshalb unabwendbar. Ein besonderes Augenmerk sollten Sie hierbei  auf den pH-Wert richten, den Sauerstoffgeh­alt, den Nitrit- und Nitratgehalt, auf Ammonium- und Ammoniak-Wert und die Kupferwerte. Selbst im klaren Wasser können Schadstoffe wie Nitrat und Nitrit enthalten sein. Der Befall durch Parasiten des Teiches stellt ein großes Problem dar. Sie sollten wissen, dass es immer Parasi­ten gibt, doch diese sollten das Normalmaß nicht überschreiten.  Sie können sich durch schlechte Wasserbedingungen, wie schlechter pH- oder Nitrit-Wert vermehren. Eine Wasser­temperatur von 18° C ist die Idealtemperatur für den Koi, denn weniger mögen sie es nicht, aber die Parasiten. Auch sollten Sie, gerade von Sie noch wenig bis keine Erfahrung mit der Haltung der Kois haben, nicht zu viele von ihnen halten, denn sollte die Anzahl der Tiere zu hoch sein, würde das den Parasitenbefall begünstigen.
Zur Ernährung der Kois sollten Sie folgendes wissen. In den Jahreszeiten ist die Ernährung unterschiedlich. Sie fressen bei hohen Temperaturen wesentlich mehr als bei niedrigen Was­sertemperaturen, wie alle anderen Fische auch. Sie müssen die Tiere 3 – 4 am Tag füttern, wenn die Wassertemperatur höher als 20 ° C beträgt, dabei kann die Wasserqualität sehr stark beeinflusst werden. Sie dürfen die Tiere nicht überfüttern, da sie solange fressen, wie sie fressbares in der Umgebung finden. Wenn Sie besonders qualitativ hochwertige Kois züchten bzw. halten wollen, dann bitte nicht überfüttern, denn dann werden sie unweiger­lich zu dick. Eine Faustregel besagt, dass wenn das komplette Futter nicht innerhalb von 10 Minuten gefressen wurde, dann war es definitiv zu viel. Die Nahrung sollte Eiweiß-, Fett- und Kohlenhydratreich zusammengestellt sein. Dabei lassen Sie sich am Anfang bei einem Züch­ter oder im Fachhandel beraten. Die Färbung der Kois kann durch die Wahl des richtigen Futters beeinflusst werden. Beispielsweise können Sie mit der entsprechenden Nahrung die Rotfärbung intensiver machen. Dadurch kann man den Wert des Kois erhöhen, denn wenn der Koi eine besondere Zeichnung und Farbigkeit besitzt steigt der Wert von ihm.